PKV für Kinder

Private Krankenversicherung Kinder

Dein Kind verdient den besten Versicherungsschutz von Anfang an. Aber welcher Tarif passt wirklich, und welche Fristen darfst du auf keinen Fall verpassen?

Die Kindernachversicherung innerhalb von 2 Monaten nach der Geburt sichert deinem Kind die Aufnahme ohne Gesundheitsprüfung. Danach wird es kompliziert und oft teuer. Wir klären mit dir, welcher Tarif zu eurer Familiensituation passt.

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Grundlagen: So funktioniert die PKV für Kinder

In der privaten Krankenversicherung benötigt dein Kind einen eigenen Tarif.

Das bedeutet: Es gibt keine kostenlose Mitversicherung wie in der gesetzlichen Krankenversicherung. Du zahlst einen separaten Beitrag, der sich nach dem gewählten Leistungspaket richtet.

Wichtige Grundprinzipien der PKV für Kinder:

  • Eigener Versicherungsvertrag: Dein Kind erhält eine separate Versicherungspolice
  • Altersrückstellungen: Von Anfang an werden Rücklagen für das Alter gebildet
  • Lebenslange Versicherbarkeit: Einmal aufgenommen, kann die Versicherung nicht mehr gekündigt werden
  • Individuelle Tarifwahl: Du wählst den Leistungsumfang selbst

Bei Neugeborenen hast du eine besondere Chance: Meldest du dein Baby innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt an, erfolgt die Aufnahme ohne Gesundheitsprüfung. Diese Regelung schützt dich vor Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen.

Unterschiede zur gesetzlichen Familienversicherung

Der größte Unterschied liegt in den Kosten: Während dein Kind in der GKV bis zum 25. Lebensjahr kostenfrei mitversichert ist, zahlst du in der PKV monatlich zwischen 150 und 400 Euro.

Dafür erhältst du aber auch deutlich mehr Leistungen. Dein Kind profitiert von kürzeren Wartezeiten, erweiterten Behandlungsmöglichkeiten und oft besseren Präventionsleistungen.

Ein wichtiger Punkt: Der Wechsel zurück in die GKV ist später meist nicht mehr möglich. Diese Entscheidung begleitet dein Kind also ein Leben lang.

Wann und wie kannst du dein Kind privat krankenversichern?

Die private Krankenversicherung deines Kindes erfordert genaue Planung und das Einhalten wichtiger Fristen. Je nach Familienkonstellation gelten unterschiedliche Regeln, die entscheidend für den Versicherungsschutz sind.

Nachversicherung von Neugeborenen: Fristen und Voraussetzungen

Für eine problemlose Nachversicherung ohne Gesundheitsprüfung musst du zwei zentrale Bedingungen erfüllen:

  • 3-Monats-Vorversicherung: Mindestens ein Elternteil muss drei Monate vor der Geburt privat krankenversichert sein
  • 2-Monats-Frist: Du musst dein Kind spätestens zwei Monate nach der Geburt bei der Versicherung anmelden

Hältst du diese Fristen ein, erhält dein Kind rückwirkend Versicherungsschutz ab dem Geburtsdatum. Die Nachversicherung erfolgt dann ohne Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse in einem gleichwertigen Tarif.

Verpasst du die Frist, wird eine umfassende Gesundheitsprüfung fällig, die zu Ablehnungen oder erheblichen Beitragszuschlägen führen kann.

Versicherung bei verschiedenen Eltern-Konstellationen

Die Versicherungsmöglichkeiten deines Kindes hängen stark von eurer Familiensituation ab:

Beide Eltern in der GKV: Dein Kind wird automatisch kostenfrei in der Familienversicherung mitversichert.

Ein Wechsel zur privaten Krankenversicherung ist nur über eine freiwillige Versicherung möglich.

Ein Elternteil PKV, einer GKV: Hier entscheiden die Einkommensverhältnisse. Verdient der privat versicherte Elternteil mehr und liegt über der Versicherungspflichtgrenze, kannst du zwischen PKV und GKV wählen.

Beide Eltern PKV: Dein Kind muss zwingend privat versichert werden, da keine Familienversicherung möglich ist.

Gesundheitsprüfung: Wann sie entfällt und wann nicht

Die Gesundheitsprüfung entfällt nur bei der fristgerechten Nachversicherung mit 3-monatiger Vorversicherung. In allen anderen Fällen führt die Versicherung eine umfassende Risikoprüfung durch.

Diese umfasst:

  • Verlauf der Schwangerschaft
  • Geburtskomplikationen
  • Bisherige Erkrankungen des Kindes
  • Entwicklungsauffälligkeiten

Bei Vorerkrankungen drohen Risikozuschläge von 20-100% auf den Grundbeitrag oder komplette Ablehnungen. Etwa 15-20% aller Anträge mit Gesundheitsprüfung werden mit Einschränkungen versehen oder abgelehnt.

Die 2 Anbieter, die wir Familien für ihre Kinder am häufigsten empfehlen

Den „besten“ Tarif der privaten Krankenversicherung für Kinder gibt es nicht pauschal. Welche Versicherung für dein Kind die richtige ist, hängt von deinem Versicherungsstatus ab (bist du privat oder gesetzlich versichert?), vom Beihilfeanspruch (bist du Beamtin oder Beamter?) und von der Gesundheit deines Kindes. Bei Kindern, die direkt nach der Geburt im Rahmen der Kindernachversicherung aufgenommen werden, entfällt die Gesundheitsprüfung komplett, das nimmt der Anbieter-Auswahl viel Druck.

Mit dieser Einschränkung im Hinterkopf, sind das die zwei Anbieter, bei denen wir für Kinder am häufigsten landen:

1. Barmenia (einsA expert+)

Stärke: Einer der leistungsstärksten Kindertarife am Markt. Der einsA expert+ deckt praktisch alles ab, was Eltern wichtig ist: Chefarztbehandlung, Einzelzimmer im Krankenhaus, hochwertiger Zahnersatz, Kieferorthopädie auch ohne medizinische Notwendigkeit (für die meisten Eltern relevant), Heilpraktiker, Sehhilfen, Vorsorgeleistungen, Hilfsmittel ohne lange Höchstgrenzen. Die Erstattung läuft auch bei den GOÄ-Höchstsätzen sauber durch, das heißt, bei Spezialisten und Koryphäen bekommst du keine bösen Überraschungen.

Passend für: Eltern, die ihrem Kind den maximalen Schutz möchten und Wert auf einen Tarif legen, der über die Schul- und Ausbildungszeit stabil und umfassend bleibt. Besonders empfehlenswert, wenn ihr ohnehin als Familie zur Barmenia tendiert (gute Synergie zwischen Eltern- und Kindertarif).

2. Universa

Stärke: Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei Kindertarifen, stabile Beitragsentwicklung in den letzten Jahren. Solide Leistungen bei Zahnersatz und Kieferorthopädie, gute Vorsorgepauschalen, faire Erstattung bei Heilpraktiker und alternativen Heilverfahren (für viele Eltern beim Kind ein wichtiges Thema). Die Universa hat zudem unkomplizierte Prozesse bei der Kindernachversicherung und reagiert schnell.

Passend für: Eltern, die einen leistungsstarken Tarif für ihr Kind wollen, ohne den teuersten Premium-Tarif am Markt zu wählen. Auch ideal, wenn schon ein Elternteil bei der Universa versichert ist, oder wenn ihr mehrere Kinder absichern wollt und der Beitrag pro Kind eine Rolle spielt.

Wichtig: Diese beiden Anbieter sind unser häufiger Endpunkt, aber selten der Startpunkt. Wir fangen immer bei eurer Familiensituation an, prüfen, wer wo versichert ist, ob Beihilfe greift, und schauen dann, welcher der 40+ Anbieter im Vergleich am besten zu eurem Kind passt. Bei Beamten landen wir oft auch bei Concordia oder Allianz, weil dort die Beihilfeergänzungstarife für Kinder mit 80 % Beihilfe sehr wirtschaftlich sind. Bei Privatversicherten ohne Beihilfe sind Barmenia und Universa fast immer die wirtschaftlich und leistungsmäßig stärkste Wahl.

Kosten der privaten Krankenversicherung für Kinder

Beitragshöhe: Was kostet ein Kind in der PKV?

Die Kosten für einen Kindertarif in der privaten Krankenversicherung variieren erheblich – du kannst mit 80 bis 250 Euro monatlich rechnen.

Diese große Spanne hängt vom gewählten Leistungsumfang und dem Versicherungsanbieter ab.

Einstiegstarife beginnen bei etwa 80-120 Euro pro Monat und bieten grundlegende ambulante und stationäre Versorgung.

Ein solider Mittelklasse-Tarif kostet dich durchschnittlich 180-220 Euro monatlich. Premium-Tarife mit Vollschutz und besonderen Extras können bis zu 400 Euro erreichen.

Wichtige Faktoren, die deinen Beitrag beeinflussen:

  • Selbstbehalt (kann den Beitrag um 30-40% reduzieren)
  • Ambulante Erstattung (80% vs. 100%)
  • Zahnleistungen und Kieferorthopädie
  • Stationäre Wahlleistungen (Ein- oder Zweibettzimmer)

Kostenvergleich: Günstige vs. teure Tarife

Zwischen den günstigsten und teuersten Anbietern liegen oft bis zu 150 Euro Unterschied – bei vergleichbaren Leistungen. Ein durchdachter Tarifvergleich kann dir daher bis zu 40% der Kosten sparen.

Basis-Tarife (80-130 Euro) bieten solide Grundversorgung, oft mit moderatem Selbstbehalt. Mittelklasse-Tarife (130-250 Euro) erweitern das Leistungsspektrum um Chefarztbehandlung und bessere Zahnleistungen. Premium-Tarife (250-400 Euro) verzichten meist auf Selbstbehalte und bieten maximale Wahlfreiheit.

Ein praktisches Tool für deinen Vergleich findest du auf unserem Blog, wo wir regelmäßig aktuelle Marktentwicklungen analysieren.

Besondere Konditionen für Beamtenkinder

Als Beamter profitierst du von deutlich günstigeren Beiträgen. Beamtenkinder benötigen nur Beihilfe-Ergänzungstarife, da der Dienstherr bereits 80% der Kosten über die Beihilfe übernimmt.

Diese Ergänzungstarife kosten dich nur 30-80 Euro monatlich – das sind bis zu 70% weniger als reguläre Vollkostentarife. Durchschnittlich zahlst du als Beamter etwa 50-70 Euro pro Monat für dein Kind, während Angestellte 180-220 Euro aufbringen müssen.

Für Familien bieten manche Anbieter wie die Universa mit dem uni-Top|Privat 300 besonders familienfreundliche Konditionen mit flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten.

Leistungen und Vorteile der PKV für Kinder

Die private Krankenversicherung bietet deinem Kind deutlich umfassendere Leistungen als die gesetzliche Krankenversicherung. Während die GKV nur eine Grundversorgung garantiert, profitiert dein Kind in der PKV von erweiterten Behandlungsmöglichkeiten und modernster Medizintechnik.

Medizinische Leistungen: Was ist versichert?

In der PKV hat dein Kind Zugang zu innovativen Behandlungsmethoden, die oft noch nicht zum GKV-Leistungskatalog gehören. Dazu zählen:

  • Erweiterte Vorsorgeuntersuchungen über die U-Untersuchungen hinaus
  • Moderne Diagnoseverfahren und bildgebende Verfahren
  • Alternative Heilmethoden wie Osteopathie oder Homöopathie
  • Spezialistenbehandlungen ohne Überweisung
  • Telemedizin und digitale Gesundheitsdienste

Ein wichtiger Vorteil: Du erhältst für dein Kind in der Regel deutlich schneller Termine bei Fachärzten.

Chefarztbehandlung und Einzelzimmer

Bei stationären Aufenthalten wird dein Kind vom Chefarzt oder erfahrenen Oberärzten behandelt. Das bedeutet höchste medizinische Expertise und persönliche Betreuung. Zusätzlich erhält dein Kind ein Einzelzimmer, was gerade bei längeren Krankenhausaufenthalten den Heilungsprozess positiv beeinflusst.

Diese Komfortleistungen sorgen nicht nur für bessere Behandlungsbedingungen, sondern reduzieren auch den Stress für dich als Elternteil, da du dein Kind in optimaler Umgebung versorgt weißt.

Zahnbehandlung und Kieferorthopädie

Hier zeigen sich die größten Unterschiede zur GKV: Während die gesetzliche Krankenversicherung kieferorthopädische Behandlungen nur ab mittleren Fehlstellungen übernimmt, erstattet die PKV je nach Tarif auch bei geringeren Problemen bis zu 100 % der Kosten.

Das umfasst:

  • Zahnspangen bei allen Fehlstellungsgraden
  • Hochwertige Materialien und moderne Brackets
  • Professionelle Zahnreinigung und Prophylaxe
  • Vollkeramik-Füllungen statt Amalgam

Da kieferorthopädische Behandlungen schnell 3.000-8.000 Euro kosten können, sparst du mit der PKV erhebliche Eigenanteile. Wenn du mehr über Tarifoptionen in der PKV erfahren möchtest, findest du dort detaillierte Informationen zu verschiedenen Leistungsbausteinen.

PKV oder GKV: Was ist das Beste für dein Kind?

Die Entscheidung zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung für dein Kind ist eine der wichtigsten finanziellen Weichenstellungen für die nächsten 18 Jahre. Beide Systeme haben ihre Berechtigung.

Es kommt auf deine individuelle Situation an.

Vorteile der privaten Krankenversicherung

In der PKV profitiert dein Kind von deutlich umfassenderen Leistungen als in der GKV.

Die wichtigsten Pluspunkte:

  • Kieferorthopädie: je nach Tarif bis zu 100 % Kostenübernahme, auch bei aufwändigen Behandlungen
  • Schnelle Termine: In der Regel deutlich kürzere Wartezeiten bei Fachärzten
  • Premiumbehandlung: Chefarztbehandlung und Einzelzimmer im Krankenhaus
  • Erweiterte Vorsorge: Zusätzliche Untersuchungen über den GKV-Standard hinaus
  • Sehhilfen: Vollständige Kostenübernahme für Brillen und Kontaktlinsen

Ein weiterer Vorteil: Der frühe Einstieg sichert deinem Kind günstige Beiträge für das gesamte Leben. Je jünger der Versicherte, desto niedriger die monatlichen Kosten.

Nachteile und Risiken der PKV

Die PKV bringt jedoch auch finanzielle Verpflichtungen mit sich, die du nicht unterschätzen solltest:

  • Monatliche Kosten: 80-300 Euro pro Monat, auch wenn dein Kind gesund ist
  • Beitragssteigerungen: Langfristig durchschnittlich rund 3 % jährlich, in einzelnen Tarifen auch höher
  • Vorleistung: Du musst Behandlungskosten zunächst selbst bezahlen
  • Rückkehr-Problematik: Ein Wechsel zurück in die GKV ist oft unmöglich

Entscheidungshilfe: Wann lohnt sich die PKV?

Die PKV für Kinder macht besonders Sinn, wenn du:

  • Ein Jahreseinkommen von mindestens 80.000 Euro hast
  • Selbst privat versichert bist (Beamter oder Gutverdiener)
  • Wert auf Premiummedizin legst
  • Die Beiträge langfristig stemmen kannst

Für Normalverdiener ist die kostenfreie GKV-Familienversicherung oft die bessere Wahl. Du kannst sie gezielt durch private Zusatzversicherungen ergänzen.

Nutze unseren PKV-Rechner, um die Kosten für dein Kind zu ermitteln und eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Besondere Situationen und Regelungen

Je nach Familienkonstellation gelten unterschiedliche Regelungen für die Krankenversicherung deines Kindes. Die Entscheidung hängt vom Versicherungsstatus und Einkommen beider Elternteile ab.

Wenn beide Eltern privat versichert sind

Sind beide Elternteile in der PKV, ist die Sache eindeutig: Dein Kind muss ebenfalls privat krankenversichert werden. Es gibt keine Wahlmöglichkeit zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Du solltest dein Kind innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt anmelden, um von der Annahmepflicht zu profitieren. So umgehst du Gesundheitsprüfungen und Wartezeiten.

Ein Elternteil privat, ein Elternteil gesetzlich versichert

Bei gemischten Konstellationen wird es komplexer. Die Versicherung deines Kindes richtet sich nach dem Elternteil mit dem höheren Einkommen:

  • Verdient der GKV-versicherte Elternteil mehr und liegt über der Versicherungspflichtgrenze von 77.400 Euro (2026), kannst du zwischen PKV und GKV wählen
  • Liegt das Einkommen darunter, kommt dein Kind automatisch in die Familienversicherung der GKV
  • Verdient der PKV-versicherte Elternteil mehr, muss das Kind privat versichert werden

Alleinerziehende in der PKV

Als Alleinerziehende trägst du die vollen PKV-Beiträge für dich und dein Kind allein. Prüfe daher besonders sorgfältig, ob dein Einkommen langfristig stabil genug ist.

Bedenke auch, dass sich deine Situation im Alter ändern kann. Eine frühzeitige Beratung zu PKV-Regelungen im Rentenalter ist daher sinnvoll.

Was passiert mit der Versicherung bei Volljährigkeit?

Mit dem 18. Geburtstag ändert sich für dein Kind grundlegend nichts – bis zum ersten großen Lebensschritt. Erst wenn die Ausbildung oder das Studium beginnt, wird die Krankenversicherung zu einer wichtigen Entscheidung.

Versicherungsschutz ab 18 Jahren

Dein volljähriges Kind bleibt zunächst über dich versichert. In der gesetzlichen Krankenversicherung funktioniert die Familienversicherung bis zum 25. Lebensjahr – vorausgesetzt, das Einkommen liegt unter 485 Euro monatlich. War dein Kind in der PKV mitversichert, läuft der Schutz ebenfalls erstmal weiter.

Der entscheidende Moment kommt mit dem Start der Berufsausbildung oder des Studiums. Dann erhält dein Kind ein Selbstbestimmungsrecht und kann frei wählen zwischen:

  • Verbleib in der privaten Krankenversicherung
  • Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung

Wechselmöglichkeiten bei Ausbildung und Studium

Bei Ausbildungsbeginn besteht automatisch Versicherungspflicht in der GKV – unabhängig von der bisherigen Versicherung. Studierende zahlen etwa 100 Euro monatlich für die studentische Krankenversicherung.

Wichtig: Diese Wechselmöglichkeit besteht nur einmalig innerhalb von drei Monaten nach Ausbildungs- oder Studienbeginn. Danach wird der Weg zurück zur GKV deutlich schwieriger.

Eigenes Einkommen und Versicherungspflicht

Sobald dein Kind eine Vollzeitanstellung antritt, greift die Versicherungspflicht bis zur Jahresentgeltgrenze von 77.400 Euro. Bei höheren Einkommen kann es zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen.

Plane langfristig: Berufsziele, Familienwünsche und die erwartete Einkommensentwicklung sollten in diese wichtige Entscheidung einfließen.

So findest du die beste PKV für dein Kind

Die Wahl der richtigen privaten Krankenversicherung für dein Kind ist eine wichtige Entscheidung, die langfristige Auswirkungen hat.

Mit dem richtigen Vorgehen findest du den passenden Tarif für eure Familie.

Tarifvergleich: Worauf du achten solltest

Bei der Auswahl solltest du diese Kernleistungen vergleichen:

  • Ambulante Versorgung: Achte auf 80-100% Kostenerstattung und freie Arztwahl
  • Stationäre Leistungen: Einzelzimmer und Chefarztbehandlung sind besonders wertvoll
  • Zahnbehandlung: Umfassende Kieferorthopädie-Abdeckung bis zu 100%
  • Vorsorge: Erweiterte U-Untersuchungen und vollständiger Impfschutz
  • Selbstbeteiligung: 0-1.000 Euro jährlich – höhere Selbstbeteiligung senkt den Beitrag

Moderne Tarife wie der Universa Uni-Top Privat 300 bieten flexible Lösungen für Familien. Basisschutz-Tarife beginnen bereits ab 35-60 Euro monatlich, während Premium-Varianten 120-200 Euro kosten.

Wichtige Versicherungsbedingungen

Prüfe diese Vertragsbedingungen genau:

  • Wartezeiten: 3-8 Monate je nach Leistungsbereich
  • Beitragsrückerstattung: 1-6 Monatsbeiträge bei Leistungsfreiheit
  • Tarifwechsel-Optionen: Flexible Anpassungsmöglichkeiten innerhalb der Gesellschaft
  • Beitragsstabilität: Alterungsrückstellungen sichern langfristig günstige Beiträge

Tipps für die Antragstellung

Der optimale Zeitpunkt ist vor der Geburt oder in den ersten zwei Lebensmonaten. Bei Neugeborenen ist die Gesundheitsprüfung meist vereinfacht.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was kostet ein Kind in der privaten Krankenversicherung?+

Die Kosten für ein Kind in der privaten Krankenversicherung liegen zwischen 80 und 400 Euro monatlich, abhängig vom gewählten Tarif und Versicherer. Basis- und Komforttarife bewegen sich meist zwischen 100 und 200 Euro, während Premium-Tarife mit erweiterten Leistungen 250 bis 400 Euro kosten können.

Beamtenkinder profitieren von deutlich reduzierten Beiträgen zwischen 40 und 150 Euro monatlich, da die Beihilfe 80% der Kosten übernimmt. Die PKV deckt dann nur die verbleibenden 20% ab, während der Leistungsumfang identisch mit einer Vollversicherung bleibt.

Ist eine private Krankenversicherung für Kinder sinnvoll?+

Eine private Krankenversicherung für Kinder ist dann sinnvoll, wenn du Wert auf erweiterte Leistungen legst und die monatlichen Beiträge dauerhaft stemmen kannst. Vorteile sind kürzere Wartezeiten bei Fachärzten, Chefarztbehandlung und vollständige Kostenübernahme bei Kieferorthopädie.

Du solltest jedoch bedenken, dass die Beiträge auch bei Arbeitslosigkeit weiterlaufen und dein Kind nach der Volljährigkeit nur schwer in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln kann. Die Entscheidung hängt stark von deiner finanziellen Situation und den familiären Prioritäten ab.

Kann ich mein Kind ohne Gesundheitsprüfung privat versichern?+

Ja, Neugeborene kannst du ohne Gesundheitsprüfung privat versichern, wenn du das Nachversicherungsrecht nutzt. Dafür musst du dein Kind binnen zwei Monaten nach der Geburt bei deinem PKV-Anbieter anmelden.

Diese Regelung nach § 198 VVG gilt auch für adoptierte Kinder und ermöglicht eine risikolose Aufnahme in den gleichen oder einen vergleichbaren Tarif. Versäumst du diese Frist, ist eine spätere Anmeldung nur mit vollständiger Gesundheitsprüfung und möglichen Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen möglich.

Bei welchem Elternteil muss das Kind krankenversichert sein?+

Die Versicherungspflicht deines Kindes hängt von der Konstellation eurer Krankenversicherungen ab. Sind beide Eltern gesetzlich versichert, muss das Kind ebenfalls in die GKV. Sind beide privat versichert, kann das Kind nur privat versichert werden.

Bei gemischten Konstellationen (ein Elternteil GKV, einer PKV) entscheidet das Einkommen des gesetzlich versicherten Elternteils: Liegt es über der Versicherungspflichtgrenze von 77.400 Euro (2026), kannst du zwischen PKV und GKV wählen. Liegt es darunter, muss das Kind gesetzlich versichert werden.

Wie lange bleibt ein Kind in der privaten Krankenversicherung?+

Ein Kind bleibt automatisch bis zur Volljährigkeit oder dem Beginn einer Ausbildung in der privaten Krankenversicherung. Ab diesem Zeitpunkt erhält es ein Selbstbestimmungsrecht und kann eigenständig über seine Krankenversicherung entscheiden.

Der Versicherungsschutz läuft jedoch nicht automatisch aus, sondern das Kind muss aktiv wechseln oder kündigen. Ohne Handlung bleibt es in der PKV und wird selbst beitragspflichtig. Ein Wechsel in die GKV ist bis zu sechs Monate nach Volljährigkeit oder Ausbildungsbeginn möglich.

Was passiert mit der PKV bei Ausbildung oder Studium?+

Bei Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums kann dein Kind selbst entscheiden, ob es in der PKV bleibt oder in die gesetzliche Krankenversicherung wechselt. Auszubildende sind automatisch versicherungspflichtig in der GKV, können sich aber auf Antrag befreien lassen.

Studierende haben grundsätzlich ein Wahlrecht, müssen ihre Entscheidung aber zu Studienbeginn treffen. Ein späterer Wechsel während des Studiums ist nicht möglich. Die Entscheidung sollte gut durchdacht sein, da eine Rückkehr in die PKV nach Studienabschluss erschwert ist.

Welche Leistungen sind in der PKV für Kinder enthalten?+

Die PKV für Kinder umfasst alle grundlegenden medizinischen Leistungen wie ambulante und stationäre Behandlungen, Arzneimittel und Hilfsmittel. Zusätzlich bietet sie erweiterte Leistungen wie Chefarztbehandlung, Einzelzimmer im Krankenhaus und alternative Heilmethoden.

Besonders vorteilhaft sind die Zahnleistungen: Die PKV übernimmt 100% der Kosten für Prophylaxe, Füllungen und Kieferorthopädie, während die GKV nur Festzuschüsse gewährt. Auch bei Vorsorgeuntersuchungen und Auslandsreisen bietet die PKV umfassenderen Schutz als die gesetzliche Krankenversicherung.

Können Beamtenkinder günstiger privat versichert werden?+

Ja, Beamtenkinder profitieren von deutlich günstigeren PKV-Beiträgen durch die Beihilfe. Der Staat übernimmt 80% der Krankheitskosten, sodass nur eine Restkostenversicherung für die verbleibenden 20% nötig ist.

Dadurch reduzieren sich die monatlichen Beiträge auf 30-80 €. Der Leistungsumfang bleibt dabei identisch, da Beihilfe und PKV zusammen 100% der Kosten abdecken. Diese Sonderkonditionen machen die PKV für Beamtenfamilien besonders attraktiv.

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